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Sonstiges

Der Wegfall der Astrologie aus dem Kanon der Wissenschaften zwischen 1640 und 1700

Donnerstag, 18. August 2022 - 17:00
Mehrere Jahrtausende warfen die Menschen einen wissenschaftlichen Blick in die Zukunft, indem sie die Himmelspositionen der Planeten, des Mondes und der Sonne ermittelten und aus ihrer Lage zueinander und mit Blick auf die Stellungen im Tierkreis die Wirkungen auf das irdische Geschehen voraussagten und prognostizierten. Bis in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts galten astrologische Mutmaßungen als wissenschaftliche Praxis und noch bis weit in das 18. Jahrhundert hinein glaubten viele Menschen an die aus den Gestirnen abgeleiteten Prophezeiungen, die dann aber nicht mehr als Ausdruck von Wissenschaft angesehen wurden. In seinem Vortrag stellt der Physik- und Astronomiehistoriker Dr. Klaus-Dieter Herbst Beispiele für den astrologischen Blick in die Zukunft aus verschiedenen Jahrhunderten vor und geht der Frage nach, welche Gelehrten in Mitteleuropa Mitte des 17. Jahrhunderts erstmals öffentlich in einem Schreibkalender – dem Massenmedium, dem sich Menschen aus allen sozialen Schichten bedienten – Kritik an den astrologischen Mutmaßungen und damit Zweifel an der Astrologie als eine Wissenschaft übten. Abschließend wird die These vorgetragen, dass ein Naturereignis – die große Sonnenfinsternis von 1654 – mit dazu beigetragen hat, dass in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts der Astrologie der Charakter einer Wissenschaft abhandenkam. Anmeldung per E-Mail an info@leibnizgesellschaft.de.
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