Inu Eichhorn: How the fuck did we make it so far?
Acrylmalerei von Inu Eichhorn
In den gezeigten Werken verbinden sich wissenschaftliche und religiöse Bildwelten zu einer poetischen Anatomie des Menschseins. Körper, Glaube und Geist erscheinen darin als voneinander abhängige Systeme, die im Versuch, Bedeutung zu stiften, immer wieder an ihre Grenzen stoßen. Die 20-jährige Künstlerin, die keine formelle Kunstausbildung absolviert hat, schöpft ihre Bildsprache aus den Erfahrungen ihrer Ausbildung zur Biologielaborantin. In der Arbeit mit DNA, Zellen und diagnostischen Prozessen begegnete sie dem Menschen zunächst als abstraktem Objekt. Die Ausstellung zeigt, dass das Bestehen weniger auf Zielgerichtetheit, als auf Zufall, Anpassung und Widerspruch beruht. Zwischen Verfall und Beharrlichkeit, Anmut und Abgrund offenbart sich eine Spezies, die überlebt, weil sie scheitert und darin Sinn zu finden versucht.