Vernissage: Sonst nichts Neues – Die Feldpotsbriefe von Hans Falladas Bruder Ulrich Ditzen
Einblick in Feldpostbriefe im Ersten Weltkrieg
Donnerstag, 5. Februar 2026
Uhr
Kultursalon
Eintritt frei
Ulrich Ditzen, geboren 1896, war vier Jahre Soldat im Ersten Weltkrieg. Sein älterer Bruder Rudolf wurde später unter dem Namen Hans Fallada als Schriftsteller weltberühmt. Ulrich kam im August 1918, wenige Wochen vor Kriegsende, an der Westfront ums Leben. Vier Jahre lang schrieb er Feldpostbriefe an seine Familie. In ihnen spiegelt sich das Leben deutscher Soldaten im Krieg: der tägliche Kampf um Lebensmittel, die Allgegenwart von Tod und Gewalt, die Karrierejagd nach dem ersehnten Kriegsorden, dem „Eisernen Kreuz“. Kommentare zur Feindbildpropaganda wechseln mit Reflexionen über die Männergesellschaft an der Front. Von der anfänglichen Kriegsbegeisterung war bald nur wenig übrig.