Sohrab Shahid Saless – Solitär im Neuen Deutschen Film: Hans – Ein Junge aus Deutschland
Während des Nationalsozialismus lebt Hans, ein Junge jüdischer Herkunft, mit Mutter und Großmutter in einer kleinen Wohnung in Frankfurt. In seiner Nachbarschaft beobachtet er den Umgang der Nazis mit Zwangsarbeitern und das Einverständnis vieler Bewohner. Auf der Straße sind er und seine Mutter immer wieder Schmähungen ausgesetzt. Eindringlich zeigt der Film Hans’ Angst vor der Entdeckung seiner jüdischen Herkunft. Kurz vor Kriegsende, als zwei Gestapomänner vor seiner Tür erscheinen, verlässt er die Stadt und irrt im Frankfurter Umland umher. Als er nach Kriegsende zurückkehrt, erfährt er, dass seine Mutter auch jetzt noch anonyme Drohbriefe erhält … Saless macht den Zustand gesellschaftlicher Exklusion filmisch eindringlich und schmerzhaft sichtbar …