Die Literaturtankstelle: Martin Spieß – Weit weg von mir selbst
Romanlesung
So lange Martin Spieß sich erinnern kann, war er grüblerisch und melancholisch. Aber eine Depression?
Und Zwangsgedanken? Was sind Zwangsgedanken überhaupt? Wenn man etwas nicht denken will, dann denkt man es einfach nicht. Problem gelöst. Oder? So einfach ist das nicht, wie sich herausstellt. Ende 2015 geht es los mit einer Krankheitsgeschichte, die auch heute, über zehn Jahre später, immer noch nicht ausgestanden ist. Berührend, tragisch und ja, auch unterhaltsam, erzählt Martin Spieß die Geschichte seiner psychischen Erkrankungen: Von Traurigkeit und Therapie, Angst und Antidepressiva, von Selbstzweifeln und Suizidgedanken. Davon, dass es ihm irgendwann so schlecht geht, dass er in die Klinik muss. Vom Immer-wieder-Versuchen, vermeintlichen Versagen und Verzweifeln. Von Rückschlägen – und von seiner Rückkehr ins Leben.