Gedenken an die Bücherverbrennung am 10. Mai
Gedenken an nationalsozialistische Bücherverbrennung und Erinnerungskultur
Am 10. Mai 1933 verbrannten in Hannover Studierende der Technischen und der Tierärztlichen Hochschule die Schriften marxistischer, jüdischer, liberaler und pazifistischer Autor*innen. Die aus „Sammelaktionen“ in privaten und öffentlichen Buchbeständen stammenden Werke wurden mit einem Marsch durch die Innenstadt zur Bismarcksäule in der Aegidienmasch (heute Maschsee) transportiert und begleitet von sogenannten Feuersprüchen dort verbrannt. Nach „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten im Januar 1933 fanden ähnliche Aktionen im gesamten Land statt. Zum Gedenken an den 93. Jahrestag der nationalsozialistischen Bücherverbrennung laden das Zeitzentrum Zivilcourage und die Tellkampfschule Hannover ein. Schüler*innen der Tellkampfschule präsentieren nach einem Grußwort von Bezirksbürgermeister Ekkehard Meese ihre Beiträge zur Bücherverbrennung 1933 und zur Erinnerungskultur. Im Anschluss singt der Kleine Chor der Tellkampfschule. Treffpunkt ist die Gedenktafel zur Bücherverbrennung am 10. Mai 1933.