Sana AL Kurdi
Künstlerin und Performerin untersucht historische und politische Kräfte
In einer vielfältigen Gesellschaft treffen unterschiedliche Erfahrungen, Geschichten und Erinnerungskulturen aufeinander. Viele Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland bewegen sich zwischen persönlichen Biografien, den Perspektiven, die sie aus ihren eigenen Geschichten mitbringen, und der Erinnerungskultur des Landes, in dem sie heute leben.
Sana Al Kurdi ist eine multidisziplinäre bildende Künstlerin und Performerin, die sich mit den Schnittstellen von Identität, Antikolonialismus und historischen Erzählungen der Levante auseinandersetzt. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht das von der Gestaltpsychologie geprägte Konzept des „Hier und Jetzt“, mit dem sie untersucht, wie sich historische und politische Kräfte physisch im Körper manifestieren. Mithilfe von Video, Performance und Mixed Media untersucht Sana, wie Trauma und systemische Kontrolle im Körper verankert sind. Dieser Fokus erstreckt sich auf ihre Forschung zur Berliner Stadtstruktur, in der sie erforscht, wie die palästinensische Diaspora durch visuelle Kultur und räumliches Gedächtnis ein neues Zuhause schafft, wobei sie das Gemeinschaftsbilden als lebendiges Archiv des Überlebens betrachtet.