Vernissage: Wee Muckers – Jugend in Belfast
Schwarzweißbilder vom Alltag junger Menschen in Belfast
Seit dem Brexit ist die Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland wieder stärker sichtbar geworden und setzt den fragilen Frieden auf der Insel unter Druck. Die zuvor nahezu unsichtbare Grenze galt als wichtige Voraussetzung für die Befriedung des jahrzehntelangen Konflikts zwischen Katholiken und Protestanten. Gleichzeitig hat der wirtschaftliche Niedergang infolge des EU-Austritts Nordirland besonders hart getroffen – vor allem junge Menschen in den Arbeitervierteln Belfasts. In den Fotografien von Toby Binder begegnet man ihrem Alltag ohne Beschönigung: geprägt von Arbeitslosigkeit, Drogen, Alkohol, Gewalt und Perspektivlosigkeit. Das Dokumentarprojekt führt in eine Stadt, deren Gegenwart noch immer von Religion, Politik und Erinnerung geprägt ist. Die Schwarzweiß-Fotografien knüpfen an die klassische Reportagefotografie an und machen die Nachwirkungen der Vergangenheit sichtbar. Zugleich erzählen sie von einer Generation, die sich den alten Gegensätzen entzieht. Zu sehen bis zum 16.08.