Die Hölle hat viele Namen – Das KZ-Außenlager Stöcken
Ein Film, der die Zwangsarbeit von Häftlingen in der Rüstungsindustrie zeigt
200-minütiger Dokumentarfilm mit Einführung, Pause und Suppe: Das KZ-Außenlager Hannover-Stöcken war im Zweiten Weltkrieg eines der Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme. Es befand sich im hannoverschen Stadtteil Marienwerder (und nicht im benachbarten Stadtteil Stöcken). Das Lager existierte vom 19. Juli 1943 bis zum 8. April 1945. Es wurde von der Firma Akkumulatorenwerke Hannover-Stöcken (AFA) errichtet, einer Vorläufergesellschaft der Varta AG, die in ihren Betrieben KZ-Häftlinge als Zwangsarbeiter einsetzte. Anhand von Berichten ehemaliger Häftlinge – fünf Dänen und einem Deutschen – versucht der 1989 entstandene Film, die Lebens- und Arbeitsbedingungen in einem KZ darzustellen. Die Überlebenden berichten über die Ursachen ihrer Verhaftung, ihre Deportation, ihren Alltag im Lager, die Arbeit in der Fabrik. Schließlich über ihre Wege aus dem Lager und ihr Weiterleben nach 1945. 45 Jahre nach ihrer Gefangenschaft kehrten sie nach Hannover zurück, nachdem das Filmteam rund um Uschi Kiessling, Volker Croon und Jörg Witte sie an ihren jeweiligen Wohnorten aufgesucht hatte. Jörg Witte ist zu Gast.