Für immer 16
Verspielt-punkige Low-Budget-Komödie, gedreht in Super-8
Als Stereo Total haben Françoise Cactus und Bretzel Göring lange die Musiklandschaft bereichert. Gut fünf Jahre nach Cactus’ Tod hat Göring nun einen unvollendeten Roman seiner Partnerin, den er nach ihrem Tod fertiggestellt und veröffentlicht hatte, auf die Leinwand gebracht. Mit der Schauspielerin Lilith Stangenberg in der Hauptrolle, mit der er seit Khavns „Orphea“ (2020) Musik macht: inzwischen als Band Psychoanalyse, deren Band-T-Shirt auch durch „Für immer 16“ geistert. In schnodderigem Super-8 kommt der Film daher, in dem Stangenberg als Film-Diva Charlotte zwei eher sozial abgestiegene Freund*innen aus früheren Zeiten trifft, mit denen sie wie in alten Zeiten nochmals einen Undergroundfilm drehen will. Doch Neid und Eifersucht brechen wie damals erneut aus. Sie nehmen sogar an Schärfe zu, als Rudolph in ihr Leben tritt. Alle drei verlieben sich und haben nacheinander eine Affäre mit ihm, der für das Filmprojekt stets die Opfer der männermordenden Serienkillerin Demenzia spielt.