Julia Wolff: Referenz und Resonanz
Malerei und Installation
Im Sinne einer fürsorglichen ästhetischen Praxis verarbeitet Julia Wolff Reste von Tierfellen, deren Innenseite sie anstelle von Leinwänden bemalt. Im Fokus ihrer Arbeit steht ein behutsamer Umgang mit dem Material, ohne es gänzlich zu vereinnahmen. Es entscheidet maßgeblich über Form, Komposition und Detailgrad der Malereien und behält auf seiner Außenseite die individuelle Geschichte seines tierlichen Ursprungs. Die über dreißig eigens für die Ausstellung bei j3fm angefertigten Einzelarbeiten verbinden sich in einer raumgreifenden Installation und brechen mit der Tradition rechteckiger Rahmung. Die gezeigten Felle werden zum Träger von Bildwelten aus Popkultur und Kunstgeschichte. So entsteht eine Geschichte, die sich aus Versatzstücken bestehender Erzählungen zusammensetzt.