Let the Music Play
Das melancholische Mädchen
Minimalistische Bilder zwischen Zynismus und feministischer Kritik
Freitag, 28. August 2026
Uhr
Opernplatz
Minimalismus, Statik, tableaux vivants, Bruch mit der vierten Wand, intellektuelle Absichten, absurder Humor, Distanz, Verfremdung, Brecht: Einflüsse eines Godard der späten 60er-Jahre hallen nach, ebenso Low-Budget-Vertreter des Neuen Deutschen Films von Achternbusch bis Mikesch und des feministischen Kinos von Mulvey bis Ottinger. Zugleich weht auch das Selbstbewusstsein eines neuen Feminismus durch Susanne Heinrichs Debütfilm, für den sie den Max Ophüls Preis erhielt: Marie Rathscheck irrt als melancholisches Mädchen durch die oberflächliche Glätte der Gegenwart, versteht die eigene Depressionen politisch, greift zum Zynismus und attackiert den Neoliberalismus. Stumm mit DJ-Set-Begleitung.