No conteu amb els oits & Nocturno 29
Die ersten Filme Pere Portabellas, entwickelt mit dem Dichter Joan Brossa
Begleitperson Behinderter frei
Mit einer der Kino- und TV-Werbung entlehnten Reihung unzusammenhängener Spots und Episoden geht „No conteu amb els oits“ (1967) subversiv gegen die mit einer solchen Struktur verbundenen Konsumerwartung vor, und ersetzt sie durch Inhalte, die subtil auf Repression, Entfremdung und Machtstrukturen anspielen. Der Film war zunächst als Teil des Kollektiv-Films „Dante no es únicamente severo“ der Gruppe Escuela de Barcelona geplant, der Portabella nahestand.
Der Filmtitel von „Nocturno 29“ (1968), den die damaligen Zensoren nicht entschlüsselten, bezieht sich auf die im Jahr 1968 bereits 29 Jahre währende Franco-Diktatur. Der Film ist eine Fortführung des ersten Films, diesmal ohne Verwendung von Werbeblenden. Stattdessen gibt es in der Folge halbautonomer szenischer Bilder personelle Verknüpfungen, die bei den Zuschauern Assoziationen hervorrufen sollen. Die ästhetische Strenge des Films ist Teil seines subversiven Konzepts.