November, 1-30
8-mm-Tagebücher
Nach einer ganzen Reihe autobiografischer Kurzfilme, die alle mit dem Super-8-Format, mit seinen Beschränkungen und vor allem mit dessen ins Auge springender Materialität spielen, Filme, die meist aus einer einzigen Einstellung bestehen und ihn selbst als rastlosen Reporter in eigener Sache mit dem Mikrophon in die Kamera sprechend zeigen, wobei er sich eines kaum zu bremsenden Strudels privat-philosophischer Daseinsüberlegungen und -berechnungen zu entledigen scheint, hat Jan Peters mit „November 1-30“ (1998) seinen ersten Monats-Tagebuchfilm und ein eigenes Genre geschaffen, bei dem er in täglich drei Filmminuten (die Laufzeit einer Super-8-Kassette) zeigt, dass das Leben, wenn man es genauer betrachtet, unendliche Abwege bereithält, so dass man sich wundern muss, dass eine(r) in der Spur bleibt. Der Filmemacher ist zu Gast.