Vampir Cuadecuc
Ein filmisches Essay, entstanden beim Dreh von „Nachts, wenn Dracula erwacht“
Begleitperson Behinderter frei
Nach der Ära des vom Franco-Regime geduldeten „Neuen Kinos“ der 60er-Jahre, der Ära des sogenannten posibilismo, geht auch Portabella zu unabhängigen, illegalen und gegen das Regime gerichteten Praktiken über. Er wechselt zum 16mm-Format und zur Selbstfinanzierung. „Vampir Cuadecuc“ ist gleichzeitig ein Angriff auf das spanische Filmwesen und eine Dekonstuktion des narrativen Kinos. Der Film entstand in und bei Barcelona während der Dreharbeiten zu Jess Francos „Nachts, wenn Dracula erwacht“ (1970). Statt eines Making Of macht Portabella einen Film, in dem er die Unterschiede zwischen Fiktion und Herstellung der Fiktion (Proben, Kulissenbau, Drehpausen) verwischt und eine „Geschichte ohne Handlung“ erzählt: Er eliminiert die Farbe und ersetzt die Dialoge durch eine Sound-Komposition des Musikers Carles Santos. Und Dracula … lässt sich in Spanien unschwer als der verhasste General Francisco Franco interpretieren. Mit Christopher Lee, Herbert Lom, Soledad Miranda, Jack Taylor, Maria Rohm u. v. a.