„Crystalline“ ist die erste institutionelle Einzelausstellung der in Großbritannien geborenen, nigerianischen Künstlerin und Filmemacherin Karimah Ashadu in Deutschland, präsentiert von der Kestner Gesellschaft. Ihre malerische Ausbildung zeigt sich in Filmen, Skulpturen und Fotografien: Farbe, Komposition und Form treffen auf die bewegliche, flüchtige Dynamik ihrer Kamera. Im Mittelpunkt stehen urbane Subkulturen, alltägliche Arbeit und informelle Ökonomien vor dem sozioökonomischen und kulturellen Kontext Nigerias und seiner Diaspora. Ashadu verhandelt dabei Nähe und Distanz sowie Migration und Verdrängung. Dazu gehört auch die Weltpremiere des für die Kestner Gesellschaft produzierten Films „Waves“ (2026) über den Arbeitsalltag einer informellen Autowaschanlage in Lagos.