Im Zoo. Künstlerische Perspektiven des 20. Jahrhundert
Zoo zwischen Impressionismus und klaren Fotografien
Mit der Ausstellung startet das Museum sein neues Ausstellungsformat „WechselWelten“. Den Auftakt bildet eine Ausstellung, die Kunst und Naturkunde miteinander verbindet. Im Mittelpunkt stehen Werke des Impressionisten Max Slevogt (1868–1932) und der Fotografin Candida Höfer (*1944). Beide Künstler*innen widmen sich dem Zoo als Ort der Begegnung zwischen Mensch und Tier, gelangen dabei jedoch zu völlig unterschiedlichen Bildwelten. Während Slevogt in seinen Gemälden und Zeichnungen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden sind, die Lebendigkeit der Tiere einfängt und die Grenzen der Käfige nahezu auflöst, rücken in Höfers Fotografien aus den 90er-Jahren die Gehege, Gitter und architektonischen Strukturen in den Vordergrund. Die Gegenüberstellung zeigt, wie unterschiedlich ein und dasselbe Motiv interpretiert werden kann und wie sehr unsere Wahrnehmung vom Blickwinkel abhängt. Ergänzt werden die Kunstwerke durch ausgewählte Tierpräparate aus der naturkundlichen Sammlung des Museums. So entsteht ein spannungsreicher Dialog zwischen dem beobachteten, dem ausgestellten und dem konservierten Tier.