Iris Schmitt: Zwischen Klang und Bewegung – Musikerporträts
Acrylporträts halten Bewegungen von Musikern fest
Iris Schmitt hat sich für ihre Musikerporträts von Livekonzerten inspirieren lassen. Während des Konzerts skizziert die hannoversche Künstlerin Musikerinnen und Musiker spontan auf Leinwand. Mit Pinseln und Acrylfarben sowie Stiften hält sie dabei nicht das Konzert im dokumentarischen Sinn fest, sondern reagiert unmittelbar auf das Geschehen: auf Körperhaltungen, Bewegungen, Instrumente und die Dynamik des Zusammenspiels. Als Vorlage für die Arbeiten in der Uhr dienen zudem Fotografien, die während der Konzerte entstehen. Aus dem Zusammenspiel von unmittelbarem Erleben, fotografischer Momentaufnahme und malerischer Bearbeitung entwickelt Schmitt ihre Kompositionen weiter. Insgesamt sind so 20 bemalte Leinwände entstanden. Die Arbeiten gehen auf einen Auftrag für Kunstdrucke von Musikerporträts der Feindruckerei Gutenbergbeuys in Langenhagen zurück: Insgesamt zwölf bereits verstorbene Musikerinnen und Musiker porträtierte sie für einen Wandblock beziehungsweise Kalender mit dem Titel „Unsterblich“. Zu jedem Musiker gehörten Angaben zur Todesursache sowie ein persönlicher Plattentipp der Künstlerin, die als Schlagzeugerin des Musikduos EX+ unter anderem beim Zinnober-Kunstvolkslauf aufgetreten